Ziele und Aufgaben


In Schleswig-Holstein leben ca. 42.000 Menschen mit dem Krankheitsbild Demenz – mit stetig steigender Tendenz. Die bestehenden ambulanten und stationären Angebotsstrukturen für Diagnostik, Behandlung und Pflege sind regional sehr unterschiedlich ausgeprägt, vielerorts kann der Bedarf weder quantitativ noch qualitativ gedeckt werden.


Das Kompetenzzentrum Demenz soll in den nächsten Jahren die Versorgungsstrukturen des Landes Schleswig-Holstein für Demenzerkrankte ausweiten, verbessern und qualitätsgesichert erhalten. Lücken in der Versorgung sollen erkannt und geschlossen werden. Insbesondere wird dabei die Situation in den ländlichen und den bisher strukturell benachteiligten Räumen im Fokus stehen. Dieses soll durch die Bündelung aller übergreifenden koordinierenden Aufgaben geschehen. Die bestehenden regionalen Hilfsangebote sollen fachlich durch Information, Beratung und Qualifizierung unterstützt werden.


Das Kompetenzzentrum Demenz wird die Vernetzung der in Schleswig-Holstein beteiligten Akteure weiter voranbringen und ausbauen. Neben den ambulanten Pflegediensten und stationären Pflegeeinrichtungen sowie deren Trägerverbände sollen niedergelassene Ärzte, Betreuer, Sozialarbeiter sowie ehrenamtliche Helfer eingebunden werden. Aber auch Institutionen wie Krankenhäuser, Polizei und Feuerwehr sollen Teil des Netzwerkes werden.


Wenn Sie Fragen haben, Hilfe oder Rat benötigen oder Ideen einbringen möchten, rufen Sie uns gerne an. Nur das gemeinsame Miteinander wird die Lebensqualität für Menschen mit Demenz und deren Angehörigen in Schleswig-Holstein nachhaltig verbessern.


Unsere Aufgaben im Einzelnen:


Informationen und Beratung

  • Fachliche UnterstĂĽtzung der landesweiten PflegestĂĽtzpunkte sowie anderer Beratungsstellen (z.B. Migration).
  • Hilfen beim Auf- und Ausbau von niedrigschwelligen Betreuungsangeboten, Angehörigengruppen und anderen Selbsthilfeangeboten.
  • UnterstĂĽtzung bei der Konzeption neuer Angebote zur Betreuung und Pflege von Menschen mit Demenz sowie Hilfen bei der Qualitätsentwicklung.


Vernetzung und Innovationen

  • Die landesweite Vernetzung aller an der Demenzberatung und Betreuung beteiligter bedarfsgerecht
    weiter entwickeln.
  • Stärkung und Ausbau des ehrenamtlichen Engagements fĂĽr Menschen mit Demenz.
  • Initiierung neuer Beratungs- und UnterstĂĽtzungsangebote z.B. fĂĽr FrĂĽhbetroffene, alleinlebende Demenzerkrankte sowie Demenzerkrankte mit Migrationshintergrund und deren Angehörige.


Wohnen und Leben

  • Beratung beim Aufbau von ambulanten Haus- und Wohngemeinschaften fĂĽr Menschen mit Demenz.
  • Hilfe bei der Wohnraumanpassung und der Nutzung technischer Hilfsmittel zum Erhalt der eigenen Häuslichkeit.


Fort- und Weiterbildung

  • Fortbildungs- und QualifizierungsmaĂźnahmen fĂĽr den ambulanten und stationären Pflegebereich durch zentrale oder regionale Schulungen, Tagungen, Seminare und Workshops.
  • UnterstĂĽtzung bei der Schaffung demenzfreundlicher Strukturen in den Kommunen, z.B. durch Schulungen von Polizei, Verwaltung, Einzelhandel usw.


Ă–ffentlichkeitsarbeit

  • Erfassung, Fortschreibung und Veröffentlichung der landesweiten Angebote fĂĽr Menschen mit Demenz deren Angehörige und andere an der Pflege und Betreuung Beteiligte.
  • UnterstĂĽtzung der regionalen Strukturen zur Enttabuisierung des Themas Demenz in der Ă–ffentlichkeit z.B. durch Informationsveranstaltungen und Initiativen.
  • Aufbau einer informativen Homepage und Erstellung eines regelmäßigen Newsletters.
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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 09. Dezember 2011 um 10:30 Uhr