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 Im Zuge des Öffentlich-Machens der Alzheimererkrankung von Rudi Assauer bekommen auch wir verstärkt Anfragen von Pressevertretern. Lesen Sie hier "Die Seite Drei" der Kieler Nachrichten vom 02.02.12 und einen Beitrag der SHZ/Schleswig-Holstein Journal Seite 1 / Seite 2 vom 11.02.12 zur Alzheimer-Erkrankung. Auf unserer Facebook-Seite haben wir weitere Links zum Thema für Sie eingestellt: http://de-de.facebook.com/KompetenzzentrumDemenz?sk=wall&filter=2
Zu der Tagung „Demenz und Migration“ des Kompetenzzentrum Demenz am 23.11.2011 im Wissenschaftszentrum Kiel finden Sie unter Projekte / Migration und Demenz Eindrücke und Referentenmaterial.
Am 04.10.2011 hat der Projektleiter des Kompetenzzentrums Demenz, Swen Staack, für seinen vielfältigen Einsatz zur Verbesserung der Situation Demenzkranker durch Bundespräsident Christian Wulff in Berlin das Bundesverdienstkreuz erhalten. Lesen Sie hier ein Vorabinterview und folgen Sie den Links zu Pressemeldungen zum Thema.
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.
Medien Center der Staatskanzlei Schleswig-Holstein
SHZ-Artikel

Interview mit SWEN STAACK anlässlich der bevorstehenden Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Hamburg, September 2011
Sehr geehrter Herr Staack, Sie befassen sich schon sehr lange mit dem Thema Alzheimer. Wie kam es dazu?
Das war Zufall. Während meines Studiums Mitte der 1990er Jahre habe ich ein Praktikum in Norderstedt gemacht, und zwar bei der Beratungsstelle für ältere Menschen in Norderstedt. Dort war damals ein Bundesmodellprojekt angesiedelt, das sich mit Demenz befasste. So kam ich zum Thema, ohne familiär betroffen zu sein.
Was waren bislang die wichtigsten Stationen Ihres Engagements für Demenz- und Alzheimererkrankte?
Es gäbe hier viel zu nennen. Die wichtigsten Stationen sind sicherlich die Gründung der Alzheimer Gesellschaft Norderstedt-Segeberg e.V und die Gründung unseres Landesverbands in Schleswig-Holstein. Ich freue mich außerdem immer wieder darüber, dass wir auch heute noch das Urlaubsangebot für Demenzkranke anbieten können. Dass dieses Projekt so nachhaltig ist, war immer mein Wunsch. Ein bisschen stolz bin ich auch auf das von mir mit angeschobene Kompetenzzentrum Demenz, das seit Jahresanfang 2011 eine zentrale Anlaufstelle ist für Menschen, die mit Demenz beruflich, politsch oder auch persönlich zu tun haben.
Welche aktuellen Themen beschäftigen Sie?
Zum einen müssen wir weiter daran arbeiten, dass das Thema Demenz enttabuisiert wird, diese Krankheit ist auch im 21. Jahrhundert noch mit viel Scham behaftet. Zum anderen möchte ich nicht, dass das Thema hemmungslos vermarktet wird. Es gibt Therapieangebote, die mir suspekt erscheinen. So mancher möchte seine therapeutischen Kabinettstückchen mit Lizenzgebühren versehen und verkaufen. Alzheimer und Demenz werden in Zukunft noch wichtiger werden. Das ist jedoch kein Anlass für Goldgräberstimmung. Wo sehen Sie weiteren Handlungsbedarf?
Eine enorme Herausforderung ist die notwendige Veränderung des Pflegebegriffs. Alle Fachleute sind unzufrieden damit, wie Pflege heute definiert wird, da davon Leistungen aus der Pflegeversicherung abhängig sind. Die Politiker weisen trotz dieser deutlichen Hinweise aber immer nur auf leere Kassen hin. Im Ergebnis werden die Probleme aufgeschoben, nicht gelöst. Vor dem Hintergrund der zu erwartenden Zahlen zu den Demenzerkrankungen im Alter ist das eine unverantwortliche Vogel-Strauß-Politik.
Was wünschen Sie sich außerdem?
Die Forschung zu den Ursachen von Demenz, zu Therapien und Medikamenten kommt seit Jahren nicht voran. Immer wieder erhalten Fachleute Studien, die Fortschritte ankündigen. Viel kommt dabei aber bislang nicht heraus. Hier wünsche ich mir zur Abwechslung mal einen richtigen Durchbruch.
Was raten Sie, um das Risiko von Demenz und Alzheimer zu mindern?
Ein Patentrezept gibt es nicht. Dennoch wissen wir, dass gesunde Ernährung, viel Bewegung und anspruchsvolle geistige Tätigkeiten förderlich sind, um das Krankheitsrisiko zu minimieren. Schön ist, dass diese Präventionsmaßnahmen für das Alter nicht lästig sind, sondern im Hier und Jetzt die Lebensqualität steigern.
Was geben Sie Angehörigen an die Hand, um mit Alzheimer und Demenz besser umgehen zu können?
Der wichtigste Rat ist: Holen Sie sich Hilfe, und das so frühzeitig wie möglich! Niemand muss als Angehöriger allein bleiben. Gemeinsam mit anderen Betroffenen ist es viel leichter, sich auf das veränderte Leben mit der Krankheit und ihren Folgen einzustellen. Wichtig ist zudem, für sich selbst zu sorgen. Es gibt heute viele Entlastungsangebote, beispielsweise die sogenannte Verhinderungspflege. Angehörige sollten es nutzen, bevor „der Akku leer“ ist.
Eine letzte Frage: Was bedeutet Ihnen das Bundesverdienstkreuz?
Ganz ehrlich? Ich bin schon ein wenig stolz, in dieser Form Anerkennung für meine ehrenamtliche Arbeit zu erhalten. Es ist quasi eine offizielle Bestätigung für den jahrelangen Einsatz. Das ist toll. Und es motiviert natürlich, weiterzumachen.
Die Fragen stellte Peter Wuttke, einfach machen Unternehmenskommunikation GmbH Hamburg
Artikel zum Kompetenzzentrum Demenz vom 13.04.11, Hamburger Abendblatt/Norderstedter Zeitung "Gemeinsam gegen das Vergessen", mit freundlicher Genehmigung von Michael Schick Artikel als pdf
Auftaktveranstaltung des Kompetenzzentrums Demenz am 14.03.11 im Wissenschaftspark, Kiel von links nach rechts: Swen Staack, Geschäftsführer Alzheimer Gesellschaft S-H, Leitung Kompetenzzentrum Demenz, Ralf Labinsky, 1. Vorsitzender Alzheimer Gesellschaft S-H, Dr. Heiner Garg, Sozialminister des Landes Schleswig-Holstein, Dietmar Katzer, Landesverbände der Pflegekassen Bildautorin:
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Berichte zur Auftaktveranstaltung lesen Sie unter: www.schleswig-holstein.de/MASG/DE/Service/Presse/PI/2011/110314_masg_Kompetenzzentrum.html www.schleswig-holstein.de/Gesundheit/DE/Schlaglichter/2011/kompetenzzentrumDemenz.html
Am 04.10.2011 hat der Projektleiter des Kompetenzzentrums Demenz, Swen Staack, für seinen vielfältigen Einsatz zur Verbesserung der Situation Demenzkranker durch Bundespräsident Christian Wulff in Berlin das Bundesverdienstkreuz erhalten. Lesen Sie hier ein Vorabinterview und folgen Sie den Links zu Pressemeldungen zum Thema.
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